Dienstag, 19. Februar 2019

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Starke Jungen und Mädchen in der Grundschule Warmsen

„Wir machen Kinder stark“ – so heißt die Aktion, die über den Präventionsrat jedes Jahr an den teilnehmenden Grundschulen angeboten wird. Auch in diesem Jahr durften die Kinder der 4. Klasse der Grundschule Warmsen am 21. November 2016 ihre Stärke entdecken und entwickeln.

Da Jungen und Mädchen unterschiedliche Weisen der Begegnung mit Gewalt und auch anders geartete Ängste haben, wurden geschlechtergetrennte Kurse angeboten.

WmKs Mädchen

Die Mädchen gingen in die geräumige Mensa. Dort sprachen sie unter Anleitung von Wen Do-Trainerin Frau Lask (Wen Do = Weg der Frau) über ihre Ängste vor und ggf. Erfahrungen mit Gewalt. Sie übten, ihre Gefühle bei negativen Erfahrungen körperlicher wie auch seelischer Natur zu erkennen und ernst zu nehmen. Deutliche Signale der Ablehnung, klare, kurze Botschaften mit lauter Stimme und ernstem Gesichtsausdruck wurden ebenso eingeübt, wie körperliche Abwehrmaßnahmen zur Selbstverteidigung. Die Mädchen erfuhren: „Ich darf und ich kann mich wehren.“ Aber auch Spiele zur Stärkung des Selbstbewusstseins und zur positiven Erfahrung des miteinander Umgehens gehörten zum Programm, an dem die Mädchen mit großer Begeisterung teilnahmen.

WmKs Jungen

Die Jungen gingen mit Herrn Gruhlke, einem pensionierten Polizeibeamten und langjährigen Mitarbeiter im Präventionsrat, in die Turnhalle. Auch hier fanden Gespräche über Gewalterfahrungen und Ängste statt. Herr Grulke klärte die Jungen eindrucksvoll darüber auf, dass Diebstahl oder Körperverletzung keine geeigneten Mutproben seien, sondern negative Auswirkungen sogar bis ins spätere Leben haben können. Die Jungen lauschten diesen Ausführungen aufmerksam und sichtlich betroffen.

Um sich selbst gegen Gewalt zur Wehr setzen zu können, übten die Jungen anschließend wirksame verbale und körperliche Selbstverteidigungsmaßnahmen. Betont wurde aber auch, dass nach erfolgter Selbstverteidigung z.B. gegen Mitschüler keine Vergeltungsaktion stattfinden solle, sondern dass man aus der Situation fliehen und sich Hilfe holen solle. Da Jungen von sich aus gern ihre Kräfte miteinander messen und häufig eine körperliche Auseinandersetzung suchen (und brauchen), lernten sie, dies in einem angemessenen, freundschaftlichen Rahmen zu tun. Auf einem Feld aus ausgelegten Matten erprobten sie sich im „Sumo-Kampf“. Sie lernten die Kraft des gegnerischen Angriffs zu ihrem eigenen Vorteil auszunutzen. Herr Grulke betonte immer wieder das Prinzip: „Siegen durch Nachgeben“. Im Gegensatz zu den oft mit aufgesetzter Feindseligkeit gegen den Gegner angekündigten und martialisch inszenierten Box- oder Wrestling-Kämpfen, die im Fernsehen gezeigt werden, ist der Sumo-Kampf geprägt von einem achtungsvollen Umgang mit dem Gegner. Ein guter Kampf zählt mehr als der Sieg. So übten die Jungen, sich nach jeder Sumo-Runde für den guten Kampf beieinander zu bedanken.

Die spielerischen Übungen und Auseinandersetzungen machten den Jungen viel Spaß.

Sicherlich wird dieser besondere Schulvormittag den Jungen wie den Mädchen in guter Erinnerung bleiben und zur Stärkung eines bewussten, achtungsvollen Umgangs mit sich selbst und anderen beitragen.

WmKs Alle

Wieder ein gelungener Beitrag, der mit finanzieller Unterstützung durch die Eltern, die Fördervereine und den Präventionsrat auch in unserer Schule mit Erfolg durchgeführt werden konnte.

Vielen Dank auch an Frau Lask und Herrn Gruhlke für ihren professionellen Einsatz.

Meldung vom 21.11.2016Letzte Aktualisierung: 05.01.2017

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